Fernwärme St. Martinsgrund
Im Gebiet St. Martinsgrund realisieren wir ein neues Fernwärmenetz. Künftig versorgen wir Haushalte und Betriebe mit umweltschonender Wärme aus regionalen Holzschnitzeln – für eine nachhaltige Zukunft in Sursee.
Erneuerbare Wärme mit Holz
Als Energiestadt setzt Sursee auf klimafreundliche Heizlösungen – auch im Gebiet St. Martinsgrund. Dank einer Holzschnitzelanlage erzeugen wir erneuerbare Wärme zentral und verteilen sie über ein neues Wärmenetz an die angeschlossenen Gebäude. Das Netz für Fernwärme ist aktuell im Bau.
Von der Holzschnitzelanlage ins Haus
Die Fernwärmeversorgung im Gebiet St. Martinsgrund wird wie eine riesige Zentralheizung funktionieren. Statt in jedem Gebäude einzeln, wird die Wärme zentral erzeugt, über eine Holzschnitzelanlage im Gebiet Hinterer Beckenhof. Über unser Wärmenetz werden wir Sie mit der Wärme aus dieser Holzschnitzelanlage beliefern. Dazu realisieren wir eine direkte Zuleitung zu Ihrem Haus. Vor Ort installieren wir eine platzsparende Wärmeübergabestation. Diese verbindet das Netz mit Ihrer Heizanwendung, sodass die Wärme für Ihren Gebrauch zur Verfügung steht.
Wie kann ich die Wärme nutzen?
Möglichkeiten im Gebiet St. Martinsgrund:
- Heizanwendungen für Wohn- und Gewerbegebäude (geeignet für unterschiedliche Raumheizungen, zum Beispiel Fussboden- und Radiatorenheizungen)
- Aufbereitung von Warmwasser
Erfahren Sie mehr zur Fernwärmenutzung und über die idealen Voraussetzungen Link öffnet in neuem Fenster. für einen Anschluss.
Eckdaten zum Wärmeverbund
| Energiequelle (primär) | Energieholz aus Schweizer Wäldern (Holzschnitzel) |
|---|---|
| Gebiet | St. Martinsgrund in Sursee |
| Status | In Betrieb seit September 2026 mit ersten Wärmelieferungen; das Netz wird ausgebaut |
| Zentrale | Holzschnitzelanlage beim Hinteren Beckenhof , Inbetriebnahme September 2026 (Medienmitteilung zur Eröffnung) |
| Geplante Leistung Wärmezentrale | bis 2.1 MW |
| Geplante Wärmeversorgung | 4.5 GWh |
| Einsparpotenzial CO2 | Im Endausbau werden mit dem Projekt jährlich rund 1'110 Tonnen CO₂ lokal eingespart. |
| Förderung | Der Wechsel vom fossilen zum erneuerbaren Heizsystem wird vom Kanton Luzern und von der Stadt Sursee finanziell unterstützt. Infoblatt Förderung Anschluss an Wärmenetz im Wärmeverbund Sursee |
So funktioniert die Wärmezentrale St. Martinsgrund
Anlieferung und Lager: Holzschnitzel aus Schweizer Wäldern werden per Lastwagen angeliefert und im Schnitzelbunker gelagert.
Wärmeerzeugung: Ein automatisches System führt die Schnitzel bedarfsgerecht dem Holzheizkessel (1'200 kW) zu. Die Verbrennungswärme erhitzt Wasser. Eine Abgasreinigung hält die Emissionen tief und die gesetzlichen Grenzwerte ein. Die anfallende Asche wird umweltgerecht entsorgt. Verwertbare Anteile werden als Rohstoff – etwa für Baustoffe – wiederverwendet.
Wärmespeicher (64'000 Liter):Das heisse Wasser wird zwischengespeichert. Dies lässt den Kessel gleichmässig und effizient laufen und federt Verbrauchsspitzen (zum Beispiel morgens) ab.
Verteilung: Über das Leitungsnetz gelangt das warme Wasser zu den Gebäuden. Eine kompakte Übergabestation überträgt die Wärme ans Hausnetz für Heizung und Warmwasser. Das abgekühlte Wasser fliesst zurück und wird erneut erwärmt.
Reserve und Sicherheit: Für sehr kalte Tage oder Unterhaltsarbeiten steht ein Öl-Reservekessel (900 kW) bereit. Im Normalbetrieb liefert das Holz die Wärme, der Ölkessel dient nur zur Absicherung.
Wärmezentrale St. Martinsgrund eröffnet
Wo bis vor Kurzem gebaut, montiert und getestet wurde, entsteht heute erneuerbare Wärme für das Surseer Quartier St. Martinsgrund. Die neue Holzheizzentrale des Wärmeverbunds Sursee liefert Wärme für Heizung und Warmwasser. Am 9. Oktober 2026 wurde die Wärmezentrale beim Hinteren Beckenhof offiziell eröffnet – ein weiterer Meilenstein für die nachhaltige Wärmeversorgung von Sursee.
Medienmitteilung zur Eröffnung der Wärmezentrale St. Martinsgrund
Starke Partnerschaft der Wärmeverbund Sursee AG
Hinter dem Fernwärmenetz St. Martinsgrund steht die Wärmeverbund Sursee AG mit den drei Partnerinnen Stadt Sursee, Korporation Sursee und ewl energie wasser luzern.
Ihre Ansprechpartner bei Fragen
Sind Sie im Verbundgebiet und interessieren sich für einen Anschluss? Möchten Sie mehr zu Fernwärme erfahren? Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch.
-
Cornelia Schmid
Senior Verkaufsberaterin
-
Armin Bacher
Verkaufsberater
Weitere Informationen zum Herunterladen
Broschüre Wärmeverbund Sursee
Informationsblatt Förderung
Regeln Netzanschluss Wärmeverbund Sursee